Wenn ein Hund auch im Garten gehalten werden soll – Was gibt es zu beachten?

 

Bevor man sich einen Hund anschafft, sollte man sich grundsätzlich Gedanken darüber machen, ob man ihm wirklich ein artgerechtes Zuhause bieten kann.

Generell kann man einen Hund im Haus, in einer Wohnung und manchmal auch in Außenhaltung halten. Viele Menschen sehen in ihrem Hund ein richtiges Familienmitglied, welches selbstverständlich um sie herum sein und mit im Haushalt leben soll. Die meisten Hunde wollen diese Nähe auch, um sich wohl zu fühlen. In der Tierschutz-Hundeverordnung findet man dazu einige Absätze, wie viel Kontakt ein Besitzer zu seinem Hund haben sollte. Es ist die Rede von mehrmals täglich in ausreichender Dauer. Der Hund soll weder gelangweilt noch gestresst sein. Für viele Hundehalter ist das zum Glück auch selbstverständlich. Ein Auslauf im Garten kann natürlich eine tolle Abwechslung und ein geliebter Spielbereich für den vierbeinigen Freund sein, sodass einen Hund drinnen sowie draußen zu halten, das Beste von beidem bieten kann, wenn man es richtig macht.

Wichtiger Hinweis vorab: Man sollte sich unbedingt über die genauen Bedingungen für die Hundehaltung im Freien informieren, wenn man diese im Auge hat!

Ist der Garten geeignet für den Hund?

Zunächst sollte man sich den vorhandenen Garten oder das vorhandene Grundstück genau anschauen, ob er/es so überhaupt für einen Hund geeignet ist.Wenn man beispielsweise noch einen Ziergarten möchte, sollte der Hundebereich besser vom restlichen Garten abgetrennt werden. Optimal ist es, der Bereich für den Hund besteht aus einer großen Fläche, die dem Hund ausreichend Auslauf, Schatten und Abwechslung bietet. Ein strapazierfähiger Rasen ist als Untergrund empfehlenswert.

An einen sicheren Zaun und ein passendes Gartentor denken

Dann sollte der Hund sich natürlich sicher auf dem Grundstück bewegen und den Garten nicht unbemerkt verlassen können. Beziehungsweise fremde Hunde oder Personen sollten ebenfalls nicht einfach zum Hund und in den Garten gelangen können. Ein ausreichend hoher sowie stabiler Zaun mit einem soliden Fundament ist dann beispielsweise einer Hecke vorzuziehen. Soll ein Zugang von Außen und/oder von einem Teil des Gartens in den Hundegarten möglich sein, wird dann auch mindestens ein Gartentor oder auch mehrere Gartentore benötigt. Diese/s sollte genauso sicher sein, wie die Zaunanlage und natürlich abschließbar.

Eine Schutzhütte

Wenn ein Hund viel oder überwiegend draußen ist, braucht er eine Schutzhütte. Das Material muss wärmedämmend sowie gesundheitsunbedenklich sein. Handelt es sich um eine unbeheizte Hütte, muss diese so isoliert sein, dass ein Hund sich mit der eigenen Körperwärme warmhalten kann. Dazu muss darauf geachtet werden, dass der Hund sich nicht verletzen, ausreichend bewegen und sich im Liegen ausstrecken kann. Eine trockene und und auch von unten gut isolierte Liegefläche ist ebenfalls nötig.

Für draußen einen geschützten Liegeplatz

Im Außenbereich (zu der Schutzhütte) muss bei Außenhaltung für einen Liegeplatz gesorgt werden. Dieser sollte witterungsgeschützt, schattig, wärmegedämmt, weich und groß genug sein, sodass sich auch hier das Tier in Seitenlage ausstrecken kann.

Ein Hund muss artgerecht gehalten werden

Besonders wichtig ist, dass man einen Hund artgerecht hält und dass man beachtet, dass nicht alle Hunde für eine reine Außenhaltung geeignet sind.

Hundewelpen

Dabei muss man auch beachten, dass Hundewelpen natürlich ganz andere Startbedingungen brauchen, als ein erwachsenes Tier. Hundewelpen sind quasi wie Kleinkinder, die zunächst eine 24 h-Betreuung benötigen sowie alles erst lernen und altersgerecht beschäftigt werden müssen, damit sie ein glückliches Hundeleben führen können.

Bevor man sich einen Hund anschafft, kann man sich folgendes fragen:

• Hat der Hund ausreichenden artgerechten Auslauf?
• Ist ausreichend Zeit für das Tier möglich und kann der Hund mehrmals täglich beschäftigt werden?
• Kann dem Hund auch regelmäßiger Kontakt zu Artgenossen ermöglicht werden?
• Ist genug Platz für einen Hund vorhanden?
• Hat man jemanden, der sich stellvertretend (z.B. bei Krankheit, Urlaub) um das Tier kümmern kann?
• Kann man sich selbst ausreichend um einen Hund kümmern (u.a. Futter, Gesundheit, Spiel, Beschäftigung, Training, Urlaub)?

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